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Liebe Schüler, liebe Eltern und Freunde der Deutschen Schule Temperley


Liebe Schüler, liebe Eltern und Freunde der Deutschen Schule Temperley

Seit etwa drei Monaten bin ich nun Mitglied der Großfamilie der Deutschen Schule Temperley. Durch den offenen und freundlichen Umgang innerhalb der Schule wurde es mir leicht gemacht, Fuß zu fassen.

Nach einer schönen Zeit als Lehrer in Heidelberg war es ein großer Wunsch von meiner Frau Pilar und mir, in ihre Heimat zurückzukehren und neue Erfahrungen zu sammeln. In einem anderen Kulturkreis als Lehrer zu arbeiten ist eine große Herausforderung. Auf den kulturellen Austausch, auf den sich Schüler, Eltern und Lehrer in der Deutschen Schule Temperley einlassen, sehe ich einerseits als unsere Aufgabe, andererseits als eine Herausforderung und Chance zugleich an. Es bietet uns die Möglichkeit, Vertrauen und Verständnis für die Unterschiede der Kulturen und Sprachen zu wecken. Diese Verbindung, zwischen dem Unterrichten und der Begegnung mit der Kultur und Gesellschaft Argentiniens, wird mir viel Freude bereiten.

Seit August unterrichte ich nun an der "secundaria" Deutsch, Biologie, Kultur und Menschenrechte. Den ungezwungenen und gar freundschaftlichen Umgang mit und unter den Schülern war ich aus Deutschland so nicht gewöhnt. Genau dieser Umgang macht meinen Beruf so erfrischend. So ist es nicht verwunderlich, dass ich nach einem Wochenende mit einem Lächeln und den liebenswerten Worten begrüßt werde: "Dein River hat schon wieder verloren!" Ja, Schüler können grausam sein. Über das Lächeln freue ich mich natürlich immer!

Ich bin darum bemüht, den Unterricht so zu gestalten, dass der Schüler aktiv daran teilnehmen kann. Bereits der Pädagoge Pestalozzi sagte, der Schüler lerne mit Kopf, Herz und Hand. Dieses Konzept der aktiven Unterrichtsgestaltung, anstelle von einer rein rezeptiven Aufnahme der Unterrichtsinhalte, werde ich weiterhin in meinen Unterricht implementieren.

Auch ich bin sehr gespannt auf die Einführung des gemischt sprachlichen internationalen Baccalaureates (GIB). In diesem Zusammenhang erhoffe ich mir natürlich viel Geduld und Durchstehvermögen von Seiten der Schüler, Eltern und auch des Kollegiums. Aber nicht nur in diesem Zusammenhang freue ich mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.


Ihr Fabian Reissner